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Girokonto – Informieren lohnt sich

Girokonto

Das heute jedem Bürger bekannte Girokonto hat seinem Namen vom italienischen Wort „giro“ oder „girare“, die beide so viel wie Kreislauf oder kreisen lassen bedeuten. Gemeint ist damit, dass dieses Konto für den täglichen Geldkreislauf genutzt werden soll. Es ist also keinesfalls als Kapitalanlage gedacht und wird dementsprechend minimal verzinst. Zahlungen werden hier immer direkt zu Gunsten oder zu Lasten des Kontos verbucht.

Historie der Girokonten

Trotz intensiver Forschungen ist bis heute nicht einwandfrei festgestellt, wann es den ersten Geldverkehr über Konten gab. Zwar weiß man heute, dass erste Konten bereits im Mittelalter geführt wurden, dort allerdings nur für den regionalen Zahlungsverkehr. Hier wurden Dienstleistungen und materielle Güter über Gut- beziehungsweise Lastschriften vom einen auf das andere „Konto“ verrechne, die Zahlung musste allerdings immer noch mündlich vor Ort angewiesen werden.. Die uns heute bekannte Form des Bankverkehrs über Konten kam in Deutschland erst 1619 auf, als die Hamburger Bank ihre Tätigkeit aufnahm. Diese war allerdings nur für Großunternehmen und vermögende Privatiers tätig. Es dauerte weitere zweihundert Jahre bis weitere Hamburger und später im ganzen Reich Banken den Dienst aufnahmen. Bis ein echtes Girokonto nach heutigen Gesichtspunkten entstand, dauerte es allerdings bis 1908. Die Reichspost richtete ab dann Konten für jedermann ein, man sprach damals noch vom Postscheckverkehr, über den die Gelder transferiert wurden.

Die heutigen Girokonten

Lohnauszahlungen, Mietzahlungen und vergleichbare Leistungen, die heute wie selbstverständlich über das Girokonto abgewickelt werden, wurden noch bis in die 1960er Jahre vorwiegend in Bar getätigt (dann endete auch erst flächendeckend die Lohnzahlung per „Lohntüte“). Erst danach wurde es zum Standard diese Zahlungen über Girokonten durchzuführen. Die Banken erkannten den Nutzen und boten Lohn- und Gehaltskonten im großen Stil zu günstigen Konditionen an. 1961 wurde auch schon das erste EDV gestützte Konto dieser Art eingeführt. Heute wird bereits ein Großteil dieser Konten über das Internet betrieben und selbst die Privatkunden nutzen für Ihren Zahlungsverkehr zu immer größeren Anteilen das sogenannte Online Banking.